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Hellmuth

HELLMUTH · 2026-06-07 · 1 Min.

Koreanischer Reiswein drängt nach Süden

Was in Seoul Handwerk ist, wird in Shenzhen langsam zur Karte.

Koreanischer Reiswein galt in Südchina bislang als Importnische, irgendwo zwischen Soju-Klischee und Sake-Schatten. Das verschiebt sich. In Shenzhen verkostet eine Naturweinbar premium Makgeolli und Cheongju neben biodynamischen Weißen, und das Publikum kommt.

Die Kategorie passt in eine Lücke, die der Naturweinmarkt selbst geöffnet hat. Trübe Flüssigkeiten mit Bodensatz, lebendige Säure, niedrige Eingriffstiefe in der Produktion: dieselbe Erzählung, anderes Getreide. Wer in den letzten Jahren gelernt hat, Hefe im Glas als Qualität zu lesen, muss bei Makgeolli nicht umlernen.

Für Hongkonger und chinesische Gastronomen ist das ein Margenversprechen. Die Flaschen sind selten genug für Aufschläge, vertraut genug für Tastings, und sie umgehen die ausgereizten Erzählungen rund um französische Importweine.

Reiswein ist keine Neuheit. Er ist eine Lücke, die der Naturwein höflich für ihn freigehalten hat.

Quelle: SCMP Food & Drink

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