HELLMUTH · 2026-10-05 · 1 Min.
Functional Beverages werden klinisch geprüft
Der Markt für funktionale Getränke verschiebt seine Beweislast von Marketing zu Studiendesign.
Lange genügte ein Inhaltsstoff auf der Dose, um eine Wirkung zu suggerieren. Ashwagandha, L-Theanin, Elektrolyte, Adaptogene: der Name trug die Behauptung, nicht die Datenlage. Beverage Daily meldet, dass Formulierer zunehmend klinische Evidenz hinter einzelne Rezepturen stellen, mit dosisspezifischen Studien statt generischer Ingredient-Claims. Der Hintergrund ist regulatorisch, aber auch kommerziell. Händler und Handelsketten verlangen Belege, weil Konsumenten den Unterschied zwischen Zutat und Wirkung inzwischen misstrauisch lesen.
Das verschiebt die Ökonomie der Kategorie. Wer Studien bezahlt, baut Eintrittsbarrieren gegen die billigeren Nachahmer, die bislang vom Halo-Effekt der Zutatenliste lebten. Dosierung wird zum Patent-Ersatz, Studienprotokoll zum Marketingasset. Was zuvor Wellness-Behauptung war, wird in dem Moment haftbar, in dem jemand sie prüft.
Funktionale Getränke werden erwachsen, indem sie aufhören, Versprechen zu sein.
Quelle: Beverage Daily