HELLMUTH · 2026-10-09 · 1 Min.
Entspannungsgetränke werden zur eigenen Kategorie
Was als Nische neben Energy Drinks begann, bekommt eigenes Regal und eigene Lobby.
Relaxation Beverages, bislang eine Randspalte zwischen Kombucha und CBD-Experimenten, rücken in der US-Getränkebranche ins Zentrum. Der BevNet-Podcast zur CPG Week behandelt sie als Leitthema, nicht mehr als Kuriosum. Die Expansion fällt in eine Phase, in der die MAHA-Bewegung um Robert F. Kennedy Jr. mit dem Weißen Haus über Zusatzstoffe und Süßungsmittel aneinandergerät, während neue Klagen gegen Zuckerersatz die Branche nervös machen. Parallel zieht sich RIND Snacks tiefer ins Co-Packing-Geschäft zurück, weg vom eigenen Markenaufbau.
Die Gleichzeitigkeit ist der Befund. Beruhigung verkauft sich, wenn der politische Rahmen des Konsums selbst unruhig wird. Hersteller, die noch vor zwei Jahren Wach-Botenstoffe in Dosen füllten, mischen jetzt L-Theanin und Magnesium an. Die Positionierung verschiebt sich von Leistung zu Regulation, vom Aufputschen zum Herunterfahren. Das ist keine Produktinnovation, das ist eine Marktdiagnose.
Wer Entspannung in Dosen verkauft, verkauft die Diagnose, dass der Rest des Regals aufreibt.
Quelle: BevNet